M(H)utmacher

Geboren in Berlin, Landflüchtling auf einen Bauernhof nach Brandenburg mit eigener Hutmacherwerkstatt. Auf einer Party hat der gelernte Schornsteinmauerer noch zu Ostzeiten (Dieses Wort werden wir in diesem Blog an dieser Stelle noch sehr oft hören!) eine Ledernähmaschine günstig erworben. „Muss ich haben!“. Aus bereits getragenen „West-Jeans“ stellte er passgenaue Lederhosen her … und Kartoffelsäcke; „aber es gab ja nicht mal Kartoffeln.“ Nach der Wende gab es eine kleine Zwischenstation als Lumpenhändler. Aus alten Lederjacken, die nicht mehr verkauft werden konnten wurden Mützen gemacht. Es folgte die Selbstständigkeit als professioneller Mützen- bzw. Hutmacher. Seine Freundin entwickelt das Design und macht den Zuschnitt und Tom-Richard sitzt an der Nähmaschine. Heute sind die Mützen u. a. aus feinstem italienischen und japanischen Leder. Auf dem Kunstmarkt am Zeughaus (Museumsinsel) steht er bei jedem Wetter Samstag und Sonntag mit seinem Stand. Sollte das Geld mal nicht reichen hat er einen Nebenjob als Brandsicherheitswachmann in der Flüchtlingsunterkunft am Flughafen Tempelhof.

Für uns Fotograf*innen sind Hüte mit Abstand das wichtigste Wiedererkennungsinstrument … also wer nach einem Unikat sucht ist hier genau richtig.

Oder bei facebook

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